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Wikifolio Update Woche 2 – Der Anfang ist gemacht!

15.06.2018 184 0 0

14 Tage läuft das diesen Blog begleitende wikifolioFinanzRepublik Fundamentals“ schon. Zeit einen Blick auf die Performance und die erwarteten Marktbewegungen zu werfen.

3,3 % im Plus, Tech-Aktien vorn

Aktuell befinden sich 32 Einzelwerte im wikifolio, wovon lediglich vier im Minus notieren. Größter Verlierer ist Royal Dutch Shell mit -2,8%. Das Gegenstück bildet AMD mit +18,7%.

Trotz der angespannten politischen Lage in den letzten Wochen konnten sich die Märkte gut behaupten. Italien debattierte über einen möglichen Ausstieg aus der EU, Trump entzweite sich mit den anderen G7-Mitgliedern, traf sich mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Seehofer spaltet die Union. Genug Zündstoff für deutliche Bewegungen am Markt – eigentlich. In der Realität blieb der DAX seiner Handelsspanne zwischen ca. 12.800 und 13.000 Punkten treu. Lediglich im EUR/USD ging es munter auf und ab.

EZB-Sitzung als Wendepunkt?

Es bedurfte der gestrigen Sitzung der EZB um einen Ausbruch hervorzurufen. Der Chef der europäischen Zentralbank, Mario Draghi, kündigte das Ende des Anleihekaufprogrammes (Quantitative Easing, QE) zum Ende des Jahres an. Die Notenbank wird also bald aufhören monatlich Staats- und Unternehmensanleihen aufzukaufen, um so die Inflation in der Euro-Zone anzukurbeln. Grund dafür ist eine deutliche Verbesserung der Wirtschaftslage sowie eine Annäherung der Inflationsrate an die Zielrate der EZB, welche bei knapp unter 2% liegt. Die Leitzinsen sollen im „Sommer 2019“ erstmalig wieder erhöht werden. Die Geldpolitik tritt damit den Weg zur Normalisierung an, was von den Marktteilnehmern sehr positiv bewertet wurde und den deutschen Aktienindex (DAX) von rund 12.820 Punkte auf 13.190 Punkte trieb. Am heutigen Freitag setzte eine kleine Konsolidierung ein, Gewinne werden zum Wochenende hin mitgenommen.

Nachhaltiger Trend oder Fehlausbruch?

Wie bedeutsam der gestrige Ausbruch war, wird sich noch zeigen müssen. Besagter Konsolidierung sollten nächste Woche zügig Anschlusskäufe folgen, um einen Rückfall in die Handelsspanne der letzten Wochen und damit einen Fehlausbruch zu vermeiden.

Der Weg wird jedoch nicht leicht, bereits bei 13.200 Punkten wartet die erste größere Hürde im DAX. Dessen amerikanisches Pendant, der Dow Jones, tat sich diese Woche schwer und verzeichnete nur Verlusttage. Kurzfristig könnte der Index als „überverkauft“ eingestuft werden, was wiederum Aufwärtspotenzial mit sich brächte. Der Technologieindex Nasdaq lief hingegen hervorragend, Techwerte sind weiterhin die großen Gewinner der aktuellen Marktphase. Das schlägt sich auch im wikifolio nieder.

Das wichtigste Währungspaar, EUR/USD, nähert sich seinem Tief vom 29.05.18. Zur aktuellen Stunde wird bereits versucht in dieser Nähe einen Boden zu etablieren. Die EZB-Entscheidungen gestern schickten den EUR von 1,185 auf Talfahrt bis 1,157.

Ausblick für KW 25

Gut unterstützt wird der DAX, welcher heute um 17:30 bei etwa 13.020 aus dem Handel ging, in die neue Woche starten. 13.040 ist eine, danach folgt die runde 13.000 sowie 12.950. Unterhalb dessen wäre Luft bis 12.820 und schließlich 12.780 Punkte. Wie bereits erwähnt herrschte großer Kaufdruck und eine Ausdehnung der Konsolidierung zumindest am Montag und ggf. Dienstag ist durchaus einzukalkulieren. Kommt es dazu, wäre das jedoch nicht unbedingt negativ. Nach rasanten Anstiegen ist ein wenig „Abkühlung“ immer „gesund“. Ebenso möglich ist ein direkter Anstieg am Montagmorgen, wenn die Unterstützungen um 13.040 und 13.000 den gewünschten Halt bieten.

Auch die Entwicklung im EUR/USD werden wir weiter beobachten müssen, herrscht zwischen diesem Währungspaar und dem DAX doch eine unverkennbare Korrelation. Tendenziell steigt der DAX wenn der Kurs des EUR/USD fällt und umgekehrt. Das liegt an dem deutlichen Exportüberschuss Deutschlands. Wie Du vielleicht schon mal gehört hast, galt Deutschland lange als „Exportweltmeister“. Wir liefern weit mehr Waren ins Ausland als wir selbst aus dem Ausland beziehen. „Made in Germany“ verkauft sich nach wie vor gut. Durch einen sinkenden Euro können Produkte von Kunden, die in US-Dollar bezahlen, billiger erworben werden. Nehmen wir an, ein VW kostet 20.000 Euro fix. Bei einem Wechselkurs von 1,20 müsste ein US-Amerikaner  24.000 USD berappen. Liegt der Kurs hingegen bei 1,15 werden nur 23.000 USD benötigt. Es wird antizipiert, das dadurch die Nachfrage nach jenem VW steigt.

So erklärt sich die Korrelation zwischen dem Währungspaar und dem deutschen Leitindex.

Aktuelle Aufteilung: 48,8% USA, 21,1% Europa, 30,1% Cash

Große Anpassungen zum Wochenende sind nicht geplant. Ich gehe beim heutigen Rücksetzer wie gesagt von Gewinnmitnahmen aus. Für die nächste Woche bin ich vorsichtig bullisch gestimmt, gehe also von steigenden Kursen aus. Mit einer Cashquote von 30% sind wir weiterhin flexibel genug um auf kurzfristige Chancen zu reagieren. Sollte es Montag/Dienstag noch einmal zu Kursrücksetzern kommen, können wir nach günstigen Einstiegsmöglichkeiten suchen oder gut laufende Positionen preiswert aufstocken.

Bis dahin viel Erfolg im eigenen Trading und ein schönes Wochenende!

 

Tags: Aktien, Analyse, Anlage, Ausblick, Börse, Chartanalyse, DAX, KW24, KW25, Performance, Rückblick, trading, wikifolio Categories: wikifolio
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